Mittwoch, Dezember 14, 2005

Ganz großes Tennis

Wo fange ich am besten an? Bei „gestern“:

Gestern hatte mein Zug wieder einmal Verspätung. Diesmal sogar ganze zehn Minuten, dabei reichen schon fünf, um fast schon sicher zu verhindern, dass ich meinen Anschlusszug bekomme. Netterweise hat mich der Schaffner, den ich bei der Fahrkartenkontrolle gleich ausgequetscht habe (man muss so früh wie möglich einem Schaffner möglichst dringlich ausmalen, dass der Anschlusszug furchtbar wichtig ist, dann hat man eventuell Glück und der Zug wartet) darauf hingewiesen, dass der erste Teil, des Zuges, mit dem ich fahre, mein gewünschtes Ziel auch anfährt. Ohne Umsteigen. Sehr nett, der Mann, denn im Internet habe ich davon nie etwas lesen können.

Aber heute morgen begann alles damit, dass ich ohne meine Liebste heute morgen gnadenlos verschlafen hätte. Der die Wecker haben zwar geklingelt, aber ich hab' sie einfach abgeschaltet. Dann ein kleines Frühstück, Zähneputzen und ab zum Bahnhof. Normalerweise fährt mein Zug um 5.35 Uhr. Bisher jedenfalls. Zum Glück habe ich meine Liebste etwas zur (eigentlich unnötigen) Eile animiert. Um 5.30 Uhr am Bahnhof – wir bogen gerade auf das erste Gleis ein – dann die Durchsage, dass mein Zug einfährt. Dann aber nichts wie die Beine unter den Arm und los. Am Gleis blieb dann noch ein kurzer Moment für einen Blick auf den Fahrplan. 5.31 Uhr Abfahrt.

Na toll: Fahrplanumstellung am 11.12. und ich wusste von nichts. Sonst hätte ich gestern ja auch noch mal gucken können noch mal geguckt. Aber es ist ja zum Glück alles gut gegangen...

Und dann war da noch der Bulle Polizist im Bus, der die Holsteröffnung auf der rechten Seite seiner Jacke geöffnet hatte, so dass seine Knarre Dienstwaffe frei rausbaumelte. Zusätzlich hat er sich dann auch noch mit dem rechten(!) Arm oben an der Haltestange festgehalten. Ein versierter Mensch hätte ihm damit ohne große Schwierigkeiten seine Waffe entwenden können.

Es heisst doch immer: „Dümmer als die Polizei erlaubt“, ausserdem dachte ich, die nehmen nur noch Abiturienten. War es vielleicht einer, der sich mit der Wumme dann mal so richtig cool fühlen wollte oder war es ein geistig eingeschränkter Real- oder sogar Hauptschüler, der sich über Sicherheit im Kontext mit dem Tragen von Waffen keine Gedanken macht (oder machen kann)?

Leider ließen es die eingeschränkten Lichtverhältnisse im Bus nicht zu, ein Foto zu machen ohne aufzufallen.

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