Mittwoch, Dezember 21, 2005

Was wäre, wenn...

Stellen Sie sich vor, Sie könnten eine Kopie Ihres Körpers anfertigen lassen - eine Kopie, die genauso aussieht, genauso handelt und genauso denkt wie Sie. Eine Kopie jedoch, deren Lebenszeit auf wenige Tage oder gar Stunden begrenzt ist. Was würden Sie mit dieser Kopie tun? Oder anders gefragt: Was würde diese Kopie mit Ihnen tun?

Irgendwie hat mich der Anleser hinten auf dem Taschenbuch "Copy" von David Brin fast sofort zum Kauf animiert, wäre da nicht "Toxic" von Mark Sullivan gewesen, das mich kurz, aber ebenso gewalttätig (wenn man das bei Büchern so bezeichnen kann) in seinen Bann gezogen hatte.

Am Ende fiel die Entscheidung (aufgrund des Themas) dann für David Brin und seine Golems. Von gestern bis heute hab ich etwa 5 Stunden daran/darin gelesen und bin mittlerweile auf Seite 296 von 686 und ich kann nur sagen: das Buch fesselt mich, wie es einst die Bücher von Stephen King getan haben.

Es spielt alles in einer nicht näher datierten Zukunft, man darf aber davon ausgehen, dass es etwa 2100 bis 2150 n.C. sein dürfte.
Kaum ein Mensch geht noch selbst arbeiten, da man in der Lage ist, eine "lebendige" Tonkopie von von sich herzustellen, einen "Golem" oder "Dito". Diese Kopien haben eine kurze Lebenserwartung von 24 Stunden, danach kann der „Besitzer“, die Realperson bei Verlangen einen Erinnerungsinload vornehmen.

Die Welt, in der Albert Morris, ein Privatdetektiv ermittelt, ist eine Welt, in der sich de Sade sofort wohlfühlen würde, Golems werden zum Vergnügen (nicht nur sexueller) Grenzerfahrungen benutzt, der Mensch darf seinem Vergnügen nachgehen.

Fazinierend und spannend, mit (schon jetzt) überraschenden Wendungen.

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