Dienstag, Januar 17, 2006

Schneeflöckchen, Weißröckchen...

An und für sich ist Schnee ja was schönes. Man kann darin spazieren, es macht die Landschaften schön, weiss und weit, freundlich. Schneeballschlachten, Schneeengel, Schneemänner, Schneefrauen, die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Bei den Inuit (Eskimos) gibt es über hundert Wörter, die den Schnee beschreiben, zum Beispiel „körniger Schnee“ oder „weicher, lockerer Schnee“ aber keines, dass einfach nur „Schnee“ bedeuted (lernt man aus „Der Schwarm“, ausser man wusste es schon vorher).

Am schönsten (weil gewohntesten) ist Schnee im Winter. Besonders an Weihnachten. „Weiße Weihnacht“ heisst das Fest dann. Mir persönlich fällt jetzt auch kein anderer Anlass ein, der mit Schnee in irgendeiner Weise „optimiert“ wird. Ist ja auch egal.

Fakt ist: Schnee ist eine Art gefrorener Regen. Schnee kündigt sich an. Zum Beispiel durch eine Arschkälte. Ganz ehrlich: Meine Zehen waren gestern fast taub, beim Warten auf den Bus bin ich hin- und hergezittert wie eine zu leichte Waschmaschine im Schleudergang. Zu allem Überfluss hatte das Zugabteil davor eine kaputte Heizung, also hab ich 1 ½ Stunden fröstelnd im Zug gesessen und mich mit Lesen davon abgelenkt.

Zurück zur Ankündigung: Regen bedeutet: Luftschichten verändern sich, es entsteht ein Druck, der am Ende abgebaut wird – als Regen. Schnee ist Regen, der in größter Höhe und kleinsten Tröpfchen zu Schneekristallen umfunktioniert wird. Wie das ganz genau funktioniert, bekommt man bei der Wikipedia erklärt.

Was mich allerdings immer an Regen, damit auch an Schnee stört: ich kann ihn nicht genießen. Unter der Woche stört er bloß, Busse verspäten sich, er liegt im Weg und die Kälte drumherum ist auch zum Kotzen.

Am Wochenende stört er ebenso. Wenn ich mit meinem Schatz am Wochenende irgendwo hinfahren möchte, nervt der Schnee, er verunsichtert sie Fahrt. Wenn es dazu auch noch gerade schneit, verdeckt er auch noch die Sicht.

Ausserdem bringt er meistens einen Wetterwechsel mit sich, was mir dann wieder Kopfschmerzen bereitet. So ganz richtig. Jetzt hab ich fast 10 Stunden geschlafen und mein Kopf dröhnt nicht mehr wie gestern, aber so ein dumpfes Gefühl ist noch da.

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