Mittwoch, Februar 22, 2006

(Fast) allein gegen alle

Es gibt nicht viel auf dieser Welt,
woran man sich halten kann.
Manche sagen die Liebe,
vielleicht ist da was dran.
Und es bleibt ja immer noch Gott,
wenn man sonst niemand hat.
Andere glauben an gar nichts,
das Leben hat sie hart gemacht.
Aus: Die toten Hosen - Bayern

Tja, wie recht sie doch haben. Aber irgendwie trifft das (fast) alles zu. Das Leben hat hart gemacht. Ich hatte es noch nie wirklich einfach. Als Embryo gegen die Pille, danach gegen meinen Herzfehler, dann gegen alle, die größer waren als ich - und das waren so ziemlich alle.
Gegen einen ungerechten Lehrer, der zum Teil für meine Wiederholung der achten Klasse zuständig war. Gegen Mitschüler, die sich als mein Freund ausgaben und mich in Gesellschaft anderer drangsalierten. Gegen Mitschüler, die es ganz offen darauf abgesehen hatten, mich auf's Korn zu nehmen.

Warum? Weil ich nicht bin wie sie. Ist aber jetzt egal.

Gott war für mich allerdings nie eine Alternative. Evangelisch getauft bin ich bekennender und überzeugter Atheist.

Aber das ist alles nicht von Belang, derzeit stecke ich in einer Krise, in der ich dankbar bin, jemanden zu haben, der an meiner Seite steht. Ich weiss nicht, wie ich aussehen und handeln würde, gäbe es sie nicht. Vielleicht hätte ich auch schon längst alle Hoffnungen fahren lassen und mich opfernd den Wölfen zum Fraß vorgeworfen.

Nun, das Leben geht weiter und wenn alles klappt, kann ich mir den bereits "gebuchten" Urlaub bis dahin auch leisten. Wenn nicht, geh'n wir halt am Alex schnorren...

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