Dienstag, Februar 14, 2006

Liebe...

Es ist jetzt ungefähr ziemlich genau etwa 5 Monate und 12 Tage her, dass der liebste, netteste und hübscheste Mensch in mein Leben getreten ist. Einfach so, (fast) unerwartet stand sie vor meiner Tür.

Warum nur fast unerwartet? Am Tag vor dem 2. September bekam ich – nach zwei Wochen Funkstille – eine SMS von ihr, dass sie dringend und unbedingt genau meine Hilfe bräuchte. Dazu wollte sie wissen, wann ich denn zuhause wäre, ich sollte ihr doch schreiben, wann ich zuhause bin, etwa 1-2 Stunden vorher.

Leider hat das an diesem Tag nicht so ganz geklappt, weil ich mein Handy vergessen hatte. Also habe ich ihr geschrieben, als ich zuhause war. Doch irgendwie tauchte sie nicht auf im ICQ. Als etwa eine Stunde später ein Auto vor unserer Tür vorfuhr, sprang ich wie elektrisiert auf, hatte sich doch in meinem Unterbewusstsein der Gedanke festgesetzt, sie könnte hierher kommen. Tja, waren bloß meine Mutter nebst Schwester.

5 Minuten später dann noch eine Autotür, nochmal springe ich wie elektrisiert zum Fenster, sehe gerade noch eine kleine schwarzhaarige Person um die Ecke kommen und im toten Winkel meines Fensters in Richtung Haustür verschwinden.

Der Ausdruck „butterweiche Knie“ kommt nicht von ungefähr, da ich allerdings recht freizügig in kurzen Hosen an meinem Rechner saß, hatte ich also zu allererst das Problem, schnell in meine Hose zu schlüpfen. Man(n) will ja trotz allem einen guten Eindruck hinterlassen, auch wenn die Möglichkeit bestand, dass ich in 5-10 Minuten die Abfuhr meines Lebens bekommen würde.

Mein Schatz war wohl ziemlich baff, erst mal meine Schwester mit Hasen auf dem Arm vor sich zu haben. Meine Schwester hat dann auch erstmal runtergerufen, ob ich eventuell eine Verabredung mit ihr hätte. Die Frage war berechtigt, bin ich doch die zwei Wochen von unserem Treffen bis zu jenem Tag wie ein Zombie durch die Gegend gewankt und habe mich mit Arbeit zugeballert.

Tja, da stand sie vor mir und ich wäre am liebsten im Boden versunken, zu Asche zerfallen oder auf den Mars gebeamt worden. Hatte ich das mit den weichen Knien schon erwähnt? Sie nahm mich in den Arm, begrüßte mich und ich ging mit ihr (gut, ich hangelte mich eher am Treppengeländer) nach unten.

Sie hatte mir einen kleinen Schlüsselanhänger und einen kleinen Brief mitgebracht. Beim Versuch, eben diesen zu öffnen, hatte ich dann festgestellt, dass nicht nur meine Knie aus Gummi waren, sondern dass ich zusätzlich auch noch am ganzen Körper gezittert habe wie Espenlaub. Ohne Messer war es mir nicht möglich, diesen Brief aufzumachen. Ich hatte ja gehofft, sie hat das nicht mitbekommen. (Die Hoffnung starb zuletzt ;-) ) .

In dem Brief war ein Gutschein über eine Nacht, in der sie mir zuhören wollte, so lange ich wollte. Wie gewonnen, so zerronnen, den Gutschein habe ich gleich eingelöst, wir haben geredet und geredet und irgendwann haben wir uns geküsst (es muss so gegen 2 Uhr morgens gewesen sein) und für eine sehr lange Zeit nicht mehr damit aufgehört. Bevor jetzt jemand auf die Idee kommt, hier würden intime Details folgen: über diese nicht vorhandenen Details lasse ich den Mantel des Schweigens fallen.

Das war am 2. September 2005 und bisher habe ich es in den vergangenen 166 Tagen keinen einzigen Tag, keine Minute, keine Sekunde bereut, ihr nicht die Tür vor der Nase zuzuschlagen. Ich habe den liebsten, schönsten und einfach allerbesten Menschen in mein Haus, mein Zimmer und – vor allem – in mein Herz gelassen.

Ich hoffe genauso oft, wie ich an sie denke, dass diese Zeit niemals vorbeigeht. Schatz, wenn Du das hier liest, dann lies den nächsten Satz immer und immer wieder und vergiss ihn nie: Ich liebe Dich!

Keine Kommentare: