Freitag, April 28, 2006

Das war's

Tja, was soll ich sagen, es ist nun mittlerweile 00.45 Uhr (Anm: beim Beginn des Schreibens), ich sitze hier und bin eigentlich hellwach. Eigentlich ist es ja ganz nett so, der Urlaub hat vor 45 Minuten angefangen und ich mach die Nacht durch. Gut, vielleicht nicht ganz.

Zumindest werd ich gleich nochmal nach der Waschmaschine sehen, die hat nämlich noch Wäsche in ihrem Bauch, die ich morgen in einen Trolli oder eine Reisetasche stecken möchte und muss. Ich will ja nicht ohne Klamotten in die Hauptstadt fahren.

Die Hauptstadt, das ist da, wo unsere Kanzlerin ihren Arbeitsplatz hat. Die Kanzlerin, das ist die Frau, für die plötzlich alle ihre Hosen runterlassen und ihren Allerwertesten ganz öffentlich ins Netz stellen, so für jedermann und so. Zum Angucken. Die denken sich, was die kann, können wir schon lange. Arsch-Bilder zeigen. Und das alles nur wegen diesen komischen Engländern.

Engländer, das sind die, die Nacktbilder von der Kanzlerin zeigen, sich gleichzeitig aber nicht trauen, ihren Prinzen auf eigenen Wunsch in den Krieg ziehen zu lassen. Und das, wo mal ein Engländer gesagt hat: „Ich habe nichts anzubieten als Blut, Mühsal, Tränen und Schweiß.“ Da haben sie ihn gefeiert, den Winnie. Heute schicken sie englische Nazi-Plagen aus dem Buckingham Palace in eine Militärakademie und lassen den Kleinen dann nicht mal spielen.

Aber zurück zum Stück: Eigentlich wollte ich mich bloß erstmal verabschieden, für etwa eine Woche, ich werde ganz in Ruhe mal abschalten, Berlin wiedersehen, die „Alte Dame“ der Republik, mit meinem Schatz ganz sicher wieder ruhiger werden. Ruhiger überhaupt. Weniger gestresst.

Nicht dass jetzt jemand denkt, ich mag meine Arbeit nicht, das wäre ganz weit weg. Ich mag meine Arbeit wirklich sehr, die Kollegen, die Herausforderung. Aber es kommt manchmal einfach so viel auf einen zu, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Ich mein', wenn es nur die Arbeit wäre. Aber das ist ein ganz anderes Thema, dass ich jetzt und hier nicht ausbreiten will, es regt mich einfach zu sehr auf.

Nein, eigentlich möchte ich mich für eine kleine Weile verabschieden, aber das sagte ich ja schon.
Ich weiß nicht, wer das hier liest, wer das aus Zufall liest, wer sich hier einen Stamm liest, aus dem einen oder anderen Kommentar sehe ich, dass es wirklich doch Menschen gibt, die hier vorbeigucken und lesen. Für euch ist dieser kurze, sentimentale Abschied auf Zeit.

Keine Angst, ich komme wieder. Wirklich. Macht euch keine Sorgen, ich heiss ja nicht Rene und fahr' mit dem Schwert nach Polen – oder so. Wenn ich dann zurückkomme, gibt es bestimmt die eine oder andere Geschichte zum erzählen, vielleicht auch das eine oder andere Bild. Mal sehen. Auf jeden Fall: Bis bald! Und macht nix dreckig! Und dann auch schön wieder aufräumen. Ich werde euch vermissen, ihr meist namenlosen Leser.

Kommentare:

Sushi69 hat gesagt…

Ich les hier wohl, aber ich sach nicht so viel. :)
Und wegen dem Schwert: heisst Du denn René?
Grüsse und schönen Urlaub.

.campino2k hat gesagt…

Nee, nicht wirklich. Ich nehme an, Du kennst den Song :-) Ich hab's ein klein Wenig umformuliert... ;-)

Anonym hat gesagt…

Na dann: "Schönen Gruß und auf Wiedersehen!" (bzw. -lesen)