Montag, Juni 26, 2006

Fußball und Frauen

Interessant ist es, zu beobachten, wer in der Zeit, in der die Nationalelf spielt, einkaufen geht: Hausfrauen zwischen 40 und 50 Jahren. Der Mann sitzt garantiert zu Hause vor der Glotze und zieht sich Bier, Chips und das Spiel rein. Klassische Rollenverteilung. Junge Frauen sitzen zu dieser Zeit wohl eher zuhause und gucken das Spiel, nicht nur wegen den Fußballerhintern. Grade eben habe ich in der Cafeteria zwei junge Mädels gehört, wie sie sich über das letzte Italienspiel unterhalten haben, über rote Karten und Wutausbrüche von Trainern (auch wenn sie ihn "Coach" genannt haben).

Ich finde es grundsätzlich sehr interessant, wie sich die Meinung der Frauen zum Fußball in Zeiten internationaler Wettbewerbe ändert. Bei Männern ist der Unterschied, meiner bescheidenen Meinung nach, nicht so extrem.

Ich gebe ja zu, dass das bei mir ähnlich ist, was den Fußball angeht, bin ich als Hesse eben zwangsläuig Lokalpatriot. Wenn die Eintracht absteigt oder verliert, trifft mich das schon ein wenig, da kann man sagen, was man will.

Die Spiele kann ich mir mangels entsprechendenm Pay-TV ja sowieso nicht ansehen.
Davon abgesehen glaube ich übrigens daran, dass es stimmt, was man dem Fußball nachsagt: Er verbindet. Männer und Frauen, schwarz und weiß, alt und jung, arm und reich. Leider nur immer zu kurz.

Aber ich glaube daran, ich hoffe, dass sich das einmal ändert. Irgendwann.

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