Donnerstag, August 24, 2006

Eine Fledermaus legt los.

Nun, was-weiss-ich-wie-lange nach dem Erscheinen des Films im Kino und etwas weniger lange nach dem Erscheinen des Films auf DVD habe ich am Dienstag endlich den teilweise doch sehr zerissenen "Batman Begins" gesehen. Ich fand Batman als Kind schon gut (offenbart sich da etwa schon der frühe Hang zur Zuneigung zu zerstörten Dingen?), habe allerdings die Trickfilmserie den Realverfilmungen immer vorgezogen, weil eben diese einfach too much waren. Ich fand die Filme kitschig, habe den massiven Effekt-Overloard mit dem ganzen Spielzeug-Look gehasst. Ausserdem hat Batman in den Filmen auch nicht wirklich einstecken müssen.

Was ich an Batman liebe, ist seine Haltung, seine eigentlich gebrochene Seele. Einerseits gibt er den arroganten Millionär (das kam m.E. auch in den Trickfilmen ganz gut rüber), andererseits ist er alles andere, wenn er Nachts unterwegs ist und den bösen Jungs auf die Glocke haut.

Dazu habe ich dann irgendwann in unserer Gemeindebücherei, neben James Bond (Ian Flemming) und Maus (nicht Mickey, sondern Maus von Art Spiegelman) auch Batman-Comics entdeckt. Aufwändig gezeichnete Comics für Erwachsene. Bob Kane hat in diesen Büchern ein so kaputtes Bild von Batman gezeichnet, dass selbst ich noch erstaunt war über die Abgründe seiner Seele.

Genau das war es, was mich an Batman immer fasziniert hat, genau das ist es, was den neuen Batman-Film ausmacht. Natürlich ist der Film teilweise Effekt-Überladen, aber es hat eben nicht den Bonbon-Look der alten Filme, sondern einen düsteren, kaputten, aufgerauhten Charme.

Batman ist nicht der strahlende Held, der Grund, warum ich Superman nie wirklich gut fand. Der Kerl ist einfach zu glatt. Batman nicht, Batman ist ein ganz normaler Mensch, der eine gute Ausrüstung hat. Batman hat Angst vor Fledermäusen, er hat Sorgen, Probleme. Bis auf die Tatsache, dass er stinkreich ist, der ganz normale Kerl von nebenan...

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