Montag, September 25, 2006

Rückblick

Die Wohnung wirkte leer, kahl. Für Sie waren es 4 Jahre, für mich 2 von 4 Wochenenden im Monat. So in etwa. Der Auszug hat viele Bedeutungen. Zum einen, dass sie ihr Examen bestanden hat, zum anderen, dass ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Zumindest das zweite gilt auch für mich. Sie zieht zu mir, bei mir und meiner Family ein. Die Ruhe und Gelassenheit der zweisamen Wochenenden wird - so wie es war - nicht mehr so schnell wiederkommen, darüber lässt Sich in einem halben Jahr dann wieder Gedanken machen, denke ich.

Es heisst, dass wir unser Leben demnächst enger und stärker miteinander teilen als jemals zuvor. Noch nie, wirklich nie, war mir ein Mensch so nah, so eng mit meinem Leben verbunden. Es ist einfach ein wunderbares Gefühl zu wissen, ich verabschiede mich morgens und sehe sie abends, nach der Arbeit wieder, ohne eine zweieinhalbstündige Zugfahrt.

Zu wissen, dass man, durch die Zeit, die man nun vermehrt miteinander verbringt, sicher auch lockerer wird, trotz der Zeit miteinander auch noch ein wenig Zeit für sich selbst hat, etwas, das mir in letzter Zeit etwas abging. 12 Stunden Arbeit inklusive Fahrtzeit, von halb 7 morgens bis viertel nach 7 abends von zuhause weg, etwas essen, vielleicht Duschen, das eine oder andere im Netz erledigen, telefonieren und dann wieder schlafen, wir müssen schließlich beide früh raus.

Jetzt können wir also beides, miteinander und für uns selbst. Endlich mal abends in Ruhe eine Runde laufen, Fahrrad fahren, den lange schon notwendigen Sport treiben. MITEINANDER. Nein, ich meine jetzt nicht das "Popp-Dich-Schlank"-Programm. Keine Hektik mehr beim DVD-Schauen, wir haben jetzt mehr als nur anderthalb Tage (die wir bei mir zur Verfügung hatten), müssen keine 2 Filme am Tag sehen, weil wir sonst unsere "Liste" nicht schaffen.

Ach ich freu mich einfach. Glaubt's mir!

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